In der Route der Industriekultur
Das Ruhrgebiet startet durch! High-Tech und Dienstleistung
lösen die Montanwirtschaft ab. Industriebrachen werden mit der
Natur versöhnt – ökonomischer Umbau und ökologische
Neuordnung gehen Hand in Hand. Das Revier wird saniert, durchgrünt,
belebt.
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern
zwischen den Stadtteilen Horst und Heßler ist ein industriell
geprägter Landschaftspark von überregionaler Ausstrahlung
entstanden.
| Erholen,
arbeiten, wohnen im Nordsternpark |
1993
wurde die Zeche Nordstern I/II stillgelegt und im Rahmen der Bundesgartenschau
1997 in einen Park mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten
verwandelt. Über zahlreiche neue Wege und Brücken ist der
Nordsternpark jetzt in den "Regionalen Grünzug C" der
Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) eingebettet und verbindet
die angrenzenden Stadtteile. Charakteristisch für den Landschaftspark
ist vor allem die gelungene Verbindung von ehemaligen Industriebauwerken
und einer attraktiven Parklandschaft.
Der Wohn- und Gewerbepark ist der nördliche
Teil des Geländes. Der alte Baubestand wie z.B. die Kauengebäude
und die Lohnhalle blieben erhalten, wurden modernisiert und behutsam
durch Neubauten für Büros und Gewerbeflächen ergänzt.
Darüber hinaus entstehen hier in direkter Nachbarschaft rd. 140
Wohneinheiten, davon vierzehn Einfamilienreihenhäuser.
| Freilicht-Bühne,
am und im Wasser |
Musik,
Theater, Show. Um Top-Ereignisse richtig in Szene zu setzen, gibt es im
Nordsternpark eine Freilicht-Bühne. Dort, wo einst die Kohlefrachter
beladen wurden: am Rhein-Herne-Kanal! Die Tribüne – ein Halbrund,
ein modernes Amphitheater – bietet Platz für 4.500 Zuschauer.
Der Clou des ganzen: die Bühne! Mitten im Wasser! Ja, sie scheint
darauf zu schwimmen. Und im Hintergrund ziehen leise und sonor die Schiffe
vorbei.
| Beachvolleyball,
Klettern – Spaß mit Sport |
Nicht nur ein Park zum Anschauen. Im Nordsternpark gibt’s auch Attraktionen
zum Hinlangen, Anfassen, Zupacken. Um sich fit zu halten. Um Spaß
zu haben. Zum Beispiel Beachvolleyballfelder. Oder der Klettergarten im
Haldenpark: drei alpine Felswände, bis 18 Meter hoch. Mit Passagen
für Anfänger und Artisten. Den Durchstieg sichert der Deutsche
Alpenverein.
| Kinderland
A - Ein Paradies für alle kleinen Besucher |

Wer Lust hat, an einer Fahrradexkursion oder Piratenralley teilzunehmen
oder wer unter Anleitung Drachen bauen möchte, ist im Kinderland
genau richtig. Auf dem Spielplatz warten außerdem Großrutschen,
Wippe, Klettepyramide und Sandkästen auf die kleinen Besucher.
Spielzeug kann ausgeliehen werden (gegen Pfand!). Dieses und vieles
mehr bietet das Jugendamt der Stadt Gelsenkirchen für Kinder und
Jugendliche zwischen 3 und 14 Jahren täglich von 10 – 18.
Uhr an (Gruppen nach Voranmeldung, Tel.: 0172/2767159 )
| Von
der Nordsee bis zur Schweiz...... |
Der Deutschland Express! Hier rollen über 500 Züge mit etwa
8000 Waggons durch den Nordsternpark. Dafür mussten sogar 60 Brücken
und vieles, vieles mehr gebaut werden. Doch keine Sorge, Sie können
sich im Nordsternpark ungestört bewegen. Denn derA Deutschland-Express
ist "nur" die größte Dreileiter-Modellbahnanlage
der Welt – ein Muss nicht nur für Modelleisenbahnfreunde. Ein
Erlebnis für die ganze Familie!
Auskünfte:
Telefon 0209 / 5083660
Telefax 0209 / 5083661
Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
| Kleine
Geschichte der Zeche Nordstern |
Die Anfänge der Zeche reichen bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts
zurück. 1857 begannen die Abteufarbeiten, 1865 erhielt das Bergwerk
den Namen Nordstern, als Zeichen dafür, dass es sich damals um die
nördlichste Zeche im Revier handelte. Die heute noch vorhandenen
Tagebauten entstanden zwischen 1947 und 1954 durch die bedeutenden Industriearchitekten
Fritz Schupp und Martin Kremmer.
Es gibt viele Möglichkeiten, um in den Nordsternpark
zu gelangen. Ganz gleich, ob Sie den Weg über den Zugang Süd
(Lehrhovebruch), über den Zugang Wallstraße (Insel) wählen,
mit dem Fahrrad entlang des Rhein-Herne-Kanals kommen oder den Eingang
Nord (Am Bugapark) nehmen, ein Besuch lohnt sich. Apropos Eingang Nord:
Bei dieser Route fällt Ihnen sofort das Spinnrad-Gebäude ins
Auge, auf das Sie zulaufen. Wenn Sie sich links halten und zwischen
der ehemaligen Lohnhalle und der großen Freitreppe in Richtung
Fördertürme gehen, sind Sie auch schon beim Deutschland-Express
angekommen (in der ehemaligen Waschkaue).
Natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen und
viele Plätze, um sich zu entspannen, die Seele baumeln zu lassen
und die Natur zu genießen. Wenn Sie sich vorab einen Überblick
verschaffen möchten, können Sie das auch von der Pyramide
direkt hinter dem Festplatz aus tun. Von dort liegt einem der ganze
Park zu Füßen.
| Gelsenkirchen
- Ankerpunkt in der Route der Industriekultur |
Das Ruhrgebiet – größtes Industriegebiet Europas –
hat jetzt neben seinen bekannten Attraktionen aus den Bereichen Kultur,
Musik, Fußball oder Pferderennsport etwas Neues: "Kathedralen
der Arbeit".
Die Route der Industriekultur verbindet die Orte
im Ruhrgebiet, die herausragende Zeugen der Geschichte sind. Der Nordsternpark
ist in die Reihe der 19 Ankerpunkte aufgenommen worden, als gelungenes
Beispiel für den Strukturwandel, der hier vorbildlich den Übergang
von einem Bergwerk zu einem modernen Dienstleistungsstandort zeigt.
Befahren Sie die Route
der Industriekultur – und machen Sie Station im Nordsternpark.
Gelsenkirchen und der Nordsternpark sind schnell und bequem zu erreichen.
Beispielsweise mit Bus und Bahn. WenAn Sie von weither mit dem Zug anreisen:
Gelsenkirchen ist Haltepunkt im InterCity – und InterRegio-Netz
der Deutschen Bahn AG. Vom Hauptbahnhof verkehren Busse des öffentlichen
Personennahverkehrs direkt zum Nordeingang des Nordsternparks. Linien
CE 56 und 383/Haltestelle "Nordsternpark".
Sie kommen mit dem PKW? Kein Problem! Der kürzeste
Weg führt über die Autobahn A 42, Anschlussstelle GE-Heßler,
und dann in Richtung Horst. Von hier aus sind es nur noch wenige Minuten
zum Nordsternpark. Doch auch über die Autobahnen A 2, A 40 oder
die A 52 gelangt man schnell nach Gelsenkirchen.